Springe zum Inhalt

Gruesse von der Arbeit

Heute ist Freitag und mein letzter Tag der ersten Woche, die ich in Eksjö in der Chirurgie arbeite. Die ersten Tage waren der Graus, aber man gewöhnt sich ans fruehe Aufstehen und Johanna an die Abwesenheit der Mama. Ich hab hier echt ein Luxus-PJ erwischt: Es gibt einen Ausbildungsplan, ich habe eine nette, deutsche (!) Tutorin, ich hab sogar meinen eigenen Schreibtisch und Computer und darf alles machen, was die anderen Ärzte auch machen. Ich bin kein lästiges Anhängsel, sondern kriege bereitwillig beigebracht und alles erklärt. Und ich krieg zum ersten Mal im Leben Geld fuer meine Arbeit!
Tim und Gertrud schmeissen derweil Haus und Kinderbetreuung. Schon irgendwie komisch, so vertauschte Rollen. Johanna macht gerade enorme Fortschritte was Sprechen und Verstehen betrifft und Tim findet, dass sie noch nie so suess war.
Die Zeit vergeht wie im Flug, bald ist Weihnachten.... Schnee liegt keiner, aber auch das geht vorbei. Nachher ist Ausbildung und freitags ist schon um 2 Schluss.
Ich kann eigentlich nicht meckern. 😉

2 Gedanken zu „Gruesse von der Arbeit

  1. Sandy

    Hallo Sarah,

    ich wünsch euch ein frohes Weihnachtsfest und alles Gute zum Jahreswechsel.
    Dein kleiner PJ Bericht hört sich (im Gegensatz zu unseren hier) toll an! Erzähl mal mehr.
    LG Sandy

    Antworten
    1. Familie_Schmid

      Hi Sandy,

      schön von Dir zu hören! Bist du noch in Halle oder hat's dich schon nach Weitweitweg verschlagen? 😉
      Im Vergleich zu D ist das PJ hier finde ich besser. Die Hierarchien sind flach, der Chef ist kein Gott in Weiß sondern ein recht zugänglicher, netter Mensch. Freitag ist ja wie gesagt schon um 2 Schluß. Gestern war aber schon eher nichts mehr zu tun und da wird man dann schon mal halb 2 gefragt, warum man noch nicht nach Hause gegangen ist. Das wäre mir in D nie passiert! Das Schöne ist, man gehört dazu. Und man wechselt die Stationen, damit man von jeder Chirurgierichtung was mitkriegt und lernt. Ein paar Wochen ist man auf der Notaufnahme eingeteilt, wo man bald sehr selbstständig arbeiten darf. Alles was die Ärzte machen, darf man auch. Man ist auch kein "PJler", sondern ein AT-Läkare. Also schon ein Arzt, auch wenn man noch keine Approbation hat. Das allein sagt finde ich schon viel darüber aus, wieviel Wert einem zugestanden wird. Wenn man einen Patienten trifft und sich vorstellt ist das allein schon ein riesen Unterschied. Na ja, und die Arbeitsbelastung ist natürlich längst nicht so groß wie in D.. Die Leute sind einfach nicht so arbeitsgeil. Wenn das Programm voll ist, ist voll und wenn Weihnachten ist, ist Weihnachten. Dann gib't auch in den Tagen dazwischen keine geplanten OPs und von 4 Stationen werden einfach mal 2 dicht gemacht, damit so viele wie möglich frei kriegen können. Die Patienten haben da schon lange Wartezeiten auf eine OP (was die Kehrseite der Medialle ist), aber auf jeden Fall ist es sehr ärztefreundlich. In D ist es ja genau andersherum.

      Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.